Streik bei Eden Games: Scharfe Kritik an Atari

11. Mai 2011, 19:20h 258 Kommentare Think
Die Arbeit beim TDU2-Entwickler steht heute nach Berichten von Gamasutra.com still. Die Mitarbeiter kritisieren mangelnde Kommunikation und Fehlplanungen seitens Atari, die bereits seit 2009 erkenntlich gewesen sein sollen.

Streikziele sind nach den jüngst bekannt gewordenen Entlassungen von bis zu 51 der 80 Mitarbeiter des Entwicklerstudios unter anderem ein größeres Mitspracherecht und eine direkte Unterhaltung mit dem derzeitigen CEO Jim Wilson, der sich bisher nicht einmal den Mitarbeitern vorgestellt hatte.

Kritisiert wird auch, dass die Leitung des Entwicklerstudios mehr auf die eigenen Einnahmen als auf die Qualität des Spiels und den Aufbau des Studios fixiert war. Auch ein derzeit geheimes weiteres Projekt wird von Eden heftig in Frage gestellt, auch weil die vorausgegangenen Umstrukturierungsmaßnahmen nicht von Erfolg gekrönt waren. Schlussendlich soll durch den Streik auch die Herausgabe einiger Buchhaltungsaufzeichnungen erreicht werden, die den Mitarbeitern vorenthalten werden.

In einer Q&A von Gamasutra.com mit einem Mitarbeiter werden noch einige weitere Informationen bekannt: Das gesamte Studio wird nach den Entlassungen, die im Juni stattfinden werden, noch aus genau 29 Mitarbeitern bestehen. Die Verkaufszahlen von TDU2 wurden den Entwicklern nicht mitgeteilt, sie schätzen sie auf etwa 900.000 Einheiten.

Das Management von Atari hat bisher keine Reaktion auf die Streiks gezeigt.